Veranstaltungen 2026 im Überblick
27. März, 18:30 Uhr: Heringer Museumsabend: Dr. Maximilian Kutzner stellt das Zeitzeugenprojekt für die neue Dauerausstellung vor.
7. Mai, 10:00 Uhr: Die interaktive Wanderausstellung ZWANGSARBEIT AN DER WERRA wirft einen Blick auf das dunkelste Kapitel des Kalireviers. Während der Zeit des Nationalsozialismus arbeiteten hier rund 10.000 Menschen aus mehr als zwanzig Nationen unter Zwang im Bergbau, der Rüstungsproduktion und in der Landwirtschaft. Über die Entrechtung und Ausbeutung dieser Menschen ist bis heute wenig bekannt. Wer waren die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter? Welche Arbeiten mussten sie verrichten? Und: Wer profitierte von ihrer Ausbeutung?
ZWANGSARBEIT AN DER WERRA ist eine hybride Wanderausstellung des Werra-Kalibergbau-Museums in Heringen/Werra. Sie besteht aus einer mobilen Installation und dieser digitalen Wissensplattform. Beide Ebenen sind miteinander verbunden durch interaktive QR-Codes.
Das Thema NS-Zwangsarbeit im Kalirevier an der Werra wurde lange nicht aufgearbeitet. Wenig ist bekannt über Einzelschicksale und Einsatzorte. Die Trennung des Kalireviers in den Jahren der deutschen Teilung 1945 bis 1989 trug dazu bei, dass einzelne Studien und Forschungen nicht verknüpft werden konnten. Seit 1990 gab es unterschiedliche Projekte auf lokaler und regionaler Ebene.
Die Wanderausstellung nimmt diese vorliegenden Stränge auf und verknüpft sie zu fünf Themenbereichen:
Einführung in Grundbegriffe
Das Kalirevier an der Werra während der NS-Zeit
Akteure der Zwangsarbeit
Alltag in Lager und Betrieb
Orte der Zwangsarbeit an der Werra
Aufarbeitung
Zu jedem Kapitel finden sich Texte, historische Fotos, Originalquellen und Lernvideos. So werden unterschiedliche Aspekte des Themenbereichs verknüpft. Jedes Kapitel endet mit einer Schnittstelle für das schulische und außerschulische Lernen.
25. Juni, 19:00 Uhr: Heringer Museumsabend: Fangt den Washington. Die Hessen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.
Vor 250 Jahren segelten Tausende Soldaten aus Hessen – und rund 1000 Soldatenfrauen – im Auftrag der Briten über den Atlantik, um George Washingtons Revolution niederzuschlagen. Nur etwa 60 Prozent kehrten wieder zurück. Krankheiten und Gefecht waren dabei nicht die größte Gefahr – sondern die Liebe: Scharenweise verliebten sich deutsche Grenadiere in der Neuen Welt, desertierten und blieben »drüben«.
In seiner unterhaltsamen Lesung zu »Fangt den Washington! Die Rolle der Hessen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg« nimmt Robert Focken sein Publikum mit auf eine abenteuerliche Reise voller überraschender Wendungen. Er erzählt von Freiheitsdrang, neuen Identitäten und Fluchtbewegungen in alle Richtungen – von Schwälmer Bauernsöhnen, die in Amerika Wurzeln schlugen bis zu geflohenen Sklaven, die in Hessen Zuflucht und eine neue Heimat fanden.
Ein Abend, der Geschichte lebendig macht, fesselnd, humorvoll und mit einem frischen Blick auf den Mythos »Soldatenhandel«.
6. August, 18:00 Uhr: Heringer Museumsabend: Von der Pinge bis zum Industriedenkmal - Zur Geschichte des Ruhrbergbaus (Referent Dr. Michael Farrenkopf, Deutsches Bergbaumuseum in Bochum)
8. August, 9:00 Uhr: Bustour durch das Kalirevier (Buchung über das Ticket-System möglich)
31. Oktober: Halloween im Museum