Schalensessel, Modell "Konkav"

Beschreibung

Der Kasseler Architekt Paul Bode (1903-1978) prägte nicht nur das Stadtbild von Kassel, sondern durch Entwürfe für Sitzmöbel auch die Einrichtung so mancher Innenräume. Ursprung war ein stapelbarer Kinostuhl für das Capitol-Kino in der Wilhelmsstraße 2a, der zu einer Zusammenarbeit zwischen Paul Bode und seinem Bruder Egon (1910-1954) führte. Egon Bode war als jüngster der vier Bode-Söhne 1936 in den väterlichen Betrieb Nic. Bode & Sohn Holzbau OHG eingetreten. Er entwickelte die Sitzmöbel weiter und fertigte sie ab 1948 serienmäßig in seiner Firma Federholz-Gesellschaft OHG. Auch nach dessen frühen Tod 1954 und dem Rückzug Paul Bodes Ende der 1950er Jahre führte Egons Frau Maria Bode die Firma und die Produktion der diversen Modelle bis in die 1970er Jahre weiter. Der gelbe Polstersessel mit schwarzen Punkten des Modells "Konkav" zeigt deutlich den typischen, V-förmigen Übergang von Rückenlehne zu Seitenteil, der die Entwürfe Paul Bodes auszeichnet und durch gebogenes Schichtholz realisiert werden konnte. Zur Sammlung des Stadtmuseums Kassel gehört ebenfalls dessen Gegenstück: ein schwarzer Sessel mit gelben Punkten. Die Sitzmöbel wurden europaweit vertrieben und gehörten auch zur Inneneinrichtung Kasseler Wohnhäuser, wie Fotografien aus den von Paul Bode entworfenen Häusern zeigen.

Material & Technik
Esche?, Textil
Abmessung & Dimension
88 cm (H) x 72 cm (B) x 84 cm (T)